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30
MAI
2011
Quelle: Henning Witzel

Handyhalterung für das Fahrrad im Praxistest

Martin Gessert - 30. Mai 2011 - 2 Kommentare - Technik

In Zeiten in der das iPhone und die Apps stetig wachsend an Bedeutung gewinnen, ergeben sich für die mobilen Alleskönner immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Ein extra Navigationsgerät benötigen Besitzer eines All-Round-Handys inzwischen nicht mehr. Die mobile Navigation mit dem Handy hat sich etabliert und ist zum praktischen Alltagshelfer geworden, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto. Moment mal! Fahrrad? Genau!

Und zwar nicht in der Hosentasche, sondern direkt sichtbar am Fahrradlenker! Da ich seit einigen Wochen auch über so eine Halterung für mein Nokia 5800 Xpress Music – Navigations-Edition verfüge, möchte ich an dieser Stelle einen Testbericht geben, der sicherlich auch für Besitzer anderer Endgeräte interessant sein dürfte.

Zu meiner Überraschung ist so eine Halterung sogar vergleichsweise günstig. Die Halterung im Testbericht ist von Haicom und wurde bei Amazon für ca. 14 Euro bezogen. Sie ist laut Angaben des Herstellers sowohl für ein Fahrrad, als auch eine Motorradmontage geeignet. Letzteres konnte ich nicht testen.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören:

  • Handyschale (für Nokia 5800 XPress Music Edition)
  • Fahrradhalterung
  • 2 Gummipads

 

Spezielle Schale für das Nokia 5800 XPress Music Edition – Kameraknopf, sowie Lautstärkeregler sind frei

Montage

Die Montage ist denkbar einfach. Es gibt nicht sehr viele Einzelteile. Die Halterung eignet sich für mehrere Rohrstärken. Dazu kann man die untere Halbschale, passend in verschieden hohe Punkte einrasten. Anschließend wird diese Halbschale hochgeklappt und mit der Oberseite, an der auch später die Handyschale befestigt wird, verschraubt. Man braucht hierzu kein Werkzeug, da die Schraube (links im Bild) entsprechende Riffelungen aufweist. Wer also beim täglichen Einsatz auf Nummer sicher gehen will und Angst davor hat, dass jemand seine Grundhalterung für das Handy klaut, kann diese auch in ein paar Sekunden fix abmontieren.

Nach der Montage der Grundhalterung kann die Handyschale ganz einfach von oben aufschoben werden, bis sie einrastet. Anschließend wird oberhalb das Handy eingeschoben, indem man den oberen Teil der Schale, welcher von einer Feder gehalten wird, nach unten drückt (siehe Foto).

Einzelteile zur Montage am Fahrrad

HandyhalterDie fertig montierte Halterrung am Fahrrad

HandyhalterDie Halterrung mit Handyschale am Fahrrad

HandyhalterBefestigung des Handys

Die Halterung im Alltagsgebrauch

Da ich in den letzten Wochen regelmäßig mit dem Fahrrad zur Fachhochschule fahre und auch am Wochenende des Öfteren ein kleines Ründchen drehe, konnte ich die Halterung ausgiebig testen.
Sie ist inzwischen zu einem nützlichen Gimmick geworden, welches ich nicht mehr weggeben möchte. Man hat während der Fahrt die Hände frei und braucht trotzdem nicht auf den Multimediagenuss verzichten.

Wer bereits eine Handyhalterung für das Auto hat und somit schon öfter mit der Navigationsfunktion gearbeitet hat, wird keine großen Unterschiede feststellen. Das Einzige was mir nur aufgefallen ist, dass ich noch nicht direkt weiß, ob es sich besser im Fußgängermodus oder im PKW-Modus fährt bzw. navigiert. Dies hat natürlich nichts mit der Handyhalterung zu tun.

Die Halterung ist mit einem Kugelkopf befestigt. Wenn man den Schraubring um den Kugelkopf lockert, kann man die Halterung somit in jede beliebige Richtung drehen, sodass man sie unabhängig von der Montage gerade ausrichten kann. Bei all meinen Fahrten musste ich die Einstellung vom Anfang bisher noch nie korrigieren. Mit anderen Worten: sie Lösung mit dem Kugelkopf ist bombenfest. Ebenso verhält es sich mit der Haupthalterung für den Fahrradlenker. Durch die gummierten Innenseiten kommt es nicht zum Verrutschen der Halterung. Diese Erfahrungswerte kann ich sogar für Wald- und Feldwege bestätigen.

Neben den positiven Dingen gibt es aber auch einige kleine Negativpunkte. Zum einen verdeckt die Handyschale die Entsperrtaste des Handys. Wenn man die automatische Tastensperre eingeschaltet hat, muss man das Handy somit immer wieder aus der Handyschale nehmen, um es zu entsperren. Der Lautstärkeregler ist hingegen ebenso wie der Fotoauslöser frei zugänglich, was ich sehr praktisch finde. Die Lautstärkeregelung braucht man immer wieder – egal ob bei der Navigation oder auch beim Musikgenuss. An dieser Stelle werden sich einige fragen, warum der Fotoauslöser auch freigelegt wurde. Dies liegt daran, dass dieser sonst durch den festen Sitz des Handys in der Schale dauerhaft gedrückt und die Funktionalität des Handys einschränkt werden würde. Achtet also beim Kauf einer Handyhalterung für euer Handy auch auf solche Dinge!

Das zweite Manko ist, wie ich finde, dass das Handy in der Handyschale noch etwas Platz nach oben hat, wie man auch gut auf den Bildern erkennen kann. Es sitzt zwar fest in der Halterung, aber ich kann mir vorstellen, dass bei einem unverhofften harten Schlagloch das Handy auch hin und her rutschen könnte.

Weiterhin ist die Feder, welche die Obere Halterung der Schale hält etwas leichtgängig. In den Kundenrezensionen bei Amazon habe ich auch gelesen, dass dadurch das Handy wohl schon aus der Halterung gerutscht sei. Bei normalen Stadtfahrten würde ich davon nicht ausgehen. Im Gelände tut es aber zur Sicherheit auch ein einfacher Schnipsgummi, welchen man oben um das Handy und die Schale schnürt.
Der letzte Kritikpunkt ist die Lasche für die Einrastfunktion an der Handyschale (siehe Foto). Bisher funktioniert sie ganz gut. Aber Plaste wird mit der Zeit auch nachgiebig, sodass diese Lasche sicherlich mit der Zeit ihre Robustheit verlieren wird.

HandyhalterDie Handyschale von hinten

HandyhalterMan sieht, dass das Handy etwas Spiel nach oben hat

HandyhalterDie Halterrung am Fahrrad mit Handy

HandyhalterAnwendungsbeispiel: Endomondo Sport-Tracker

Fazit

Für den den unschlagbaren Preis ist diese Handyhalterung ihr Geld wert. Sie weist zwar kleine Mängel auf und wird auch nicht für die Ewigkeit gemacht sein, erweitert aber den Einsatzbereich des Handys um ein Vielfaches. Wer etwas erfinderisch ist und ein kleines Bastlerhändchen hat, kann diese Mängel aber schnell mit einfachen Mitteln beheben.

Radfahrer, die gerne auch auf Musik oder Navigation während der Fahrt nicht verzichten möchten – ein absolutes Muss! Die zahlreichen Apps (Sportstracker, Fahrradcomputer, …), die für solche Einsätze verfügbar sind, machen jetzt erst richtig Spaß. Um eine dieser Apps geht es übrigens in unserem nächsten Testbericht zu Endomondo.

Abschließend interessiert uns, ob ihr bereits solche Handyhalterungen am Fahrrad verwendet und was ihr für Erfahrungen damit gemacht habt!? Wir sind auf eure Kommentare gespannt!

 

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